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Heute war wieder einer da…..

einer von den jüngeren Patienten, Anfang 30. Er sei so müde, könne seit Tagen nicht mehr schlafen, weil er familiäre Probleme habe. Er fragt, ob er nicht vielleicht eine Schlaftablette haben könne, damit er endlich mal wieder schlafen könne.

Ich gebe allgemeine Ratschläge zur Schlafhygiene, betone, dass körperliche Aktivität wichtig sei und ein fester Rhythmus. Der Patient vor mir wird zunehmend unruhig und rutscht auf dem Stuhl hinundher. Nachdem ich geklärt habe, dass er nicht zu sehr niedergeschlagen ist und keine Selbstmordabsichten bestehen, ringe ich mich zur Verordnung eines leichten Schlafmittels, kleinste Packung durch.

Noch während ich das Rezept ausfülle, zieht er dann endlich doch sein Handy wieder aus der Tasche und beginnt hektisch Messages zu checken und zu beantworten.

Kein Wunder, dass er nicht zur Ruhe kommt. Da wird auch ein Schlafmittel nicht helfen, wenn er sein Handy nicht abstellen kann.

In der Arztpraxis , besonders im Sprechzimmer hat jedenfalls ein Handy nichts zu suchen. Ich empfinde es als grob unhöflich, wenn mein gegenüber beim Gespräch seine Nachrichten lesen muss oder gar sein Handy abnimmt. Ich lasse mir schließlich während der Sprechstunde nicht einmal ein Telefongespäch durchstellen.

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