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Heute war wieder eine da……eine 45-jährige erheblich übergewichtige Patientin.

Bei der Messung des Blutdrucks durch meine Helferin fand sich ein deutlich erhöhter Blutdruck.

Bei der Besprechung weise ich nochmal auf den viel zu hohen Blutdruck hin. Allerdings kann ich bei der Patientin keinerlei Besorgnis hervorrufen.

„Ich bin ja so eilig hierher gekommen, dass ich ganz außer Atem war.“ Ich biete ihr also an, jetzt nach etwas Ruhe noch einmal nach zu messen.

„Nein“, lehnt sie ab: “ Meine Oberarme sind doch so druckempfindlich, dass mir das Messen immer so weh tut. Da steigt mein Blutdruck gleich an.“

Ich runzele die Stirn.

„Und überhaupt, habe ich beim Arzt immer viel zu hohen Blutdruck.“

Weißkitteleffekt, das gibt es tatsächlich. Messungen vom Arzt sind nur wenig aussagekräftig. Messungen der Helferin sind da schon besser. Am besten misst der Patient zu hause und protokolliert die Werte oder man führt eine 24-Stunden Messung durch.

Ich wage einen letzten Vorstoß: “ Welche Werte messen Sie denn zu hause?“

Sie antwortet: „Aber Herr Doktor, das ist doch überhaupt nicht nötig. Ich weiß doch, dass mein Blutdruck in Ordnung ist.“

Seufz. Ich glaube hier hilft nicht einmal meine „Notfallkeule“ nämlich darauf hinzuweisen, dass sich das Schlaganfallrisiko bei erhöhtem Blutdruck um ein Vielfaches erhöht.

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