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Heute war wieder eine da…eine 53-Jährige Patientin aus Togo.

Vor einigen Wochen war sie dagewesen und hatte von Stimmen berichtet, die sie höre und die sie beschimpften. Angefangen habe das nach einem Besuch in Afrika. Dort sei sie verflucht worden. Danach habe sie immer wieder ein Klopfen gehört und die Stimmen hätten ihr gedroht, sie umzubringen.

Sie traute sich kaum noch auf die Straße und hatte weitgehend mit ihrem Leben abgeschlossen. Sie konnte nicht mehr schlafen, kaum noch essen.

Letztendlich musste ich sie in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort wurde eine depressive Erkrankung mit Halluzinationen (Wahnvorstellungen) diagnostiziert.

Unter einer geeigneten Medikation verschwanden die Symptome wieder vollständig und heute ist die Patientin wieder zuhause. Es geht ihr wieder richtig gut.

Trotzdem denke ich, tut man der Patientin Unrecht, wenn man einen Fluch, der auf einem zu lasten scheint, als akustische Halluzinationen (Stimmenhören als Wahnvorstellung) banalisiert.

 

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