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Vor ein paar Tagen habe ich einen interessanten Beitrag aus der Reihe: Jetzt mal ehrlich gesehen.

Ich fand den Beitrag gut, nicht verklärend, nicht polemisch. Ein Großteil der Probleme der Landarztpraxen und der Nachwuchsprobleme wurde gut dargestellt. Wie zum Beispiel, dass es nicht nur eine Frage des Geldes ist, sondern auch des Ansehens und der Anerkennung. Die Hausärzte hängen hier häufig ihr Licht zu tief. Sie sind nicht nur Lotsen im Gesundheitswesen, sondern müssen über sehr viel und sehr breites Wissen verfügen. Der Facharzt für Allgemeinmedizin (Hausarzt) und der Facharzt für Innere Medizin (hausärztliche Versorgung) haben nach dem Studium mindestens 5 Jahre Weiterbildung gemacht.

Störend fand ich die immer wieder angebrachte „Message“, dass die Einzelpraxen keine Zukunft haben. Da frage ich mich, was den Leuten auf dem Land ein Praxisverbund bringt, denn dann ist der Hausarzt vor Ort weg. Auch wirtschaftlich ist unklar, warum Einzelpraxen nicht überleben können, zumal ja die Arbeitsplätze der Helferinnen vor Ort erhalten werden sollen. Hier war der Beitrag widersprüchlich und man hatte den Eindruck, dass die Meinung der Politik untergebracht werden musste.

Wenn ein Ort stolz ist, dass er seinen Bäcker, Metzger, Markt und Apotheke erhalten kann, will er auch den Hausarzt vor Ort und nicht den Praxisverbund 30km entfernt.

 

 

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