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Heute war wieder eine da…eine 42 jährige Patienten.

Sie klagte über Schwellungen und Schmerzen in beiden Unterschenkeln. Nach und nach stellte sich heraus, dass sie wohl vor 10 Tagen eine Liposuktion (Fettabsaugung) an den Oberschenkeln hatte durchführen lassen. Seit dem waren die Ödeme an den Unterschenkelen aufgetreten, zumal sie ihre Kompressionsstrümpfe wegen einer Allergie nicht tragen konnte.

Bei der Untersuchung fand sich tatsächlich ein einseitig verdickter Unterschenkel, der druckschmerzhaft war. Da muss man an eine Thrombose denken und diese ggf ausschließen.

Ein D-Dimer Test (Blutttest zum Ausschluß einer Thrombose)war leider positiv, und es musste auch noch eine Gefäßuntersuchung durchgeführt werden. Diese Untersuchung war dann zum Glück negativ.

Wie schon der plastische Chirurg konnte ich ihr nur zu Lymphdrainage raten, um die Schwellungen, die nach einer OP auftreten können, abzubauen.

Geschichten wie diese ärgern mich deshalb, weil immer wenn bei solchen Schönheitsoperationen etwas schief geht, doch wieder der „normale“ Arzt gefragt ist und die gesetzliche Krankenkasse und somit die Allgemeinheit eintreten soll. Es ist schwer da eine Grenze zu ziehen. Schon eine Krankschreibung erscheint mit problematisch, der Ausschluß einer Thrombose erschien mit medizinisch unvermeidbar.

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