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Heute war wieder eine da…eine 86 jährige zur Gesundheitsuntersuchung und Check-up.

Die Blutdruckmessung ergab einen grenzwertig erhöhten Wert von 140/90. Als ich sie darauf anspreche, berichtet sie, dass sie ja mit dem Fahrrad gekommen sei und am Morgen, mittlerweile war es 10 Uhr und bald 30° in der Sonne, schon Rasen gemäht habe. Das würde auch einen noch höheren Blutdruck erklären.

Wir besprechen die anderen Befunde, das EKG und die Laborwerte. Alles ist bestens, kein einziger auffälliger Wert. Auf meine Frage, ob sie sich denn noch belastbar fühle, antwortet sie, dass sie bis zu 60km Rad fährt (kein Ebike), mehrfach in der Woche zum Schwimmen geht (die 15km zum Schwimmbad fährt sie natürlich mit dem Rad), Seniorengymnastik macht sie auch, nur mit dem Skifahren habe sie auf gehört. Allerdings Langlaufen mache sie gerne, da war sie erst im letzten Winter in Finnland. Nur alleine gehe sie nicht mehr so gerne, weil das Aufstehen aus dem Schnee etwas beschwerlich geworden wäre.

Späeter war eine 35-jährige mit Kopfschmerzen da. Auch hier keine auffälligen Befunde. Auf meine Frage, ob sie denn regelmäßig etwas Sport mache, zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, antwortet sie, dass sie natürlich mit ihrem kleinen Sportwagen zur Arbeit fahre. „Aber zweimal in der Woche, Herr Doktor“ , ergänzt sie ganz stolz: “ fahre ich in der Mittagspause mit dem Auto zum Fitness. Das ist doch was.“

Natürlich ist es wichtig, überhaupt regelmäßig Sport zu machen und in Bewegung zu kommen. Doch es ist mir unverständlich, warum man dazu 20 Kilometer mit dem Auto zu einem klimatisieren Fitnessstudio fahren muss.

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