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Heute war wieder eine da……ein junges Mädchen mit 10 Jahren.

Sie und ihre Mutter berichteten von einem juckenden Hautausschlag auf dem Rücken und unter der rechten Achsel.

Am Rücken waren nur ein paar Krusten und Verschorfungen zu sehen, unter der Achsel gab es eine ganze Ansammlung von halbeingetrockneten Bläschen. Das typische Bild einer Gürtelrose.

Da das Mädchen sogar gegen Varizellen (Windpocken) geimpft war und der Herpes zoster (Gürtelrose) als Zweitmanifestation da eher seltener auftritt, schickte ich sie in die Hautklinik zur Diagnosebestätigung. Dort kam man trotz des jungen Alters bei einem Kind ohne Vorerkrankungen zum gleichen Schluß.

Nach Behandlung mit Aciclovir auf Anraten der Hautärzte trockneten die Bläschen schnell ein und der weitere Verlauf war unkompliziert.

Bei Gürtelrose sind die Bläschen über eine Schmierinfektion ansteckend und können theoretisch zu einer Windpockeninfektion bei ungeschützten Personen führen. In diesem Fall fliegt das Virus aber nicht wie bei Windpocken als Tröpfcheninfektion durch die Luft. Die Rückkehr in die Schule war deshalb nach Eintrocknen der Bläschen für meine Patientin rasch wieder möglich.

Gürtelrose bei Kindern tritt laut RKI selten auf und verläuft weniger schwer, vor allem mit weniger Nervenschmerzen in der Folge.

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