Schlagwörter

, , ,

Heute war wieder eine da….eine 20 jährige Patientin, die sich vor einigen Wochen mit Schmerzen im Knie vorgestellt hatte.

Bei der Untersuchung fand sich ein deutlich angeschwollenes und überwärmtes Knie, das sie nicht mehr richtig beugen und strecken konnte. Eigentlich wollte sie nur Blut abgenommen haben, da der Orthopäde, der sie wegen des Knies behandelte, die Werte brauchen würde.

In Anbetracht der offensichtlichen Kniegelenksentzündung gingen mir reichlich Differentialdiagnosen durch den Kopf: Borreliose, reaktive Arthritis, beginnende rheumatische Erkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis. Die Entzündungszeichen im Blut waren dann auch massiv erhöht, so sehr, dass ich sie dem Orthopäden zufaxte.

Herausstellte sich, dass er Kniegelenksbeschwerden bei einer 20jährigen mit einer sogenannten Eigenblut/APC Therapie behandelt hatte. Dabei hatte er wohl beim Spritzen in das Kniegelenk Keime eingebracht oder das Knie hatte auf die Injektionen mit einer starken Entzündung reagiert.

Noch Wochen später hat die Patientin erhebliche Kniegelenksbeschwerden, sie hat mehrere hundert Euro für die Therapie ausgegeben, die Gesellschaft hat die Kosten für die Folgeprobleme wie Krankschreibung, Laboruntersuchungen, entzündungshemmende Medikation und Antibiotika übernommen.

Kniegelenke sind komplizierte Gelenke, aber wenn jemand zu Ihnen sagt: „In Ihrem Alter, da hat der Meniskus Risse, da müssten wir……Glätten, Spiegeln…“, seien Sie lieber vorsichtig!

 

Advertisements