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Heute war wieder eine da…….eine Patientin von mir.

Sie war erneut schwanger, dabei hat sie schon eine Großfamilie zuhause. Die Schwangerschaft mit mittlerweile Mitte Vierzig machte ihr zu schaffen. Wohl aus relgiösen Gründen werden in dieser Familie immer weiter Kinder gezeugt und geboren trotz eher bescheidener finanzieller Verhältnisse. Deutschland braucht Kinder, insofern ist das eigentlich gut.

Besorgt und gleichzeitig hilflos macht mich das Wissen, dass die Frau an einer entstellenden und potientiell gefährlichen Erbkrankheit leidet, die sie statistisch an die Hälfte ihrer Kinder vererbt. Auch ihre Mutter, Tante und einige ihrer Geschwister sind krank. Ihre älteste Tochter, die zur Jugendschutzuntersuchung da war, ist auch betroffen. Die anderen Kinder kenne ich nicht.

Die Geschichte wirft viele schwierige Fragen auf, die wohl ohne Antworten bleiben müssen. Natürlich bestehen immer Risiken, dass Kinder krank geboren werden. In meinen Augen wird zu viel pränatale Diagnostik betrieben. Der Wunsch nach dem perfekten, gesunden Kind hat sich verselbstständigt. Allerdings wäre mir ein 50% Risiko, dass mein Kind mit einer schweren, entstellenden Erkrankung und vielleicht geistigen Einschränkungen geboren wird, zu hoch.

 

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