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Heute morgen bin ich über das Feld geradelt, da kam mir wackelig und lachend eine meiner Patientinnen auf dem Fahrrad entgegen.

Vor kurzem war sie erst in der Praxis gewesen. Leider konnte sie nur sehr schlecht Deutsch sprechen und hatte Tochter oder Ehemann als Dolmetscher dabei.

Ein Stück weiter stand der Ehemann, sein Fahrrad an eine Bank gelehnt und machte seiner Frau Mut. Ganz offensichtlich war er dabei, seiner Frau das Fahrradfahren beizubringen.

Für mich war das ein schönes und gutes Erlebnis, ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Frauen mit Migrationshintergrund können nicht nur schlecht Deutsch sprechen, sie können auch kein Fahrrad oder Auto fahren. Das verstärkt ihre Isolation. Fahrradfahren erhöht die Mobilität, die Selbstständigkeit, das Selbstvertrauen und ist auch noch gut für die Gesundheit.

An sehr vielen Orten werden mittlerweile Radfahrkurse für Migrantinnen angeboten.

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