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Heute war wieder eine da….nein zum Glück war ich dort. Mein erster richtiger Masernfall-sieht man ja nicht so häufig.

Alles da:Katarrh, Rhinitis, Bronchitis, hohes, nicht senkbares Fieber, Kopfschmerzen, Koplikflecken, Lymphknotenschwellungen, fleckig-knotiger Ausschlag. Und ja der Patientin geht es richtig schlecht und nein sie ist kein Kind, sondern eine 31-jährige.

Zum Glück gibt es bisher keinen Hinweis auf Komplikationen wie eine Pneumonie, Mittelohrentzündung, Meningitis……

Am Telefon hatte sie noch gesagt, dass sie gegen Masern geimpft sei, aber die Analyse des Impfpasses (immerhin hatte sie ihn gefunden) ergab, dass dem nicht so war. Ihre Mutter erzählte auch später, dass sie zu dieser Zeit bei eine Homöopathin in Behandlung war, die nur zu den aller nötigsten Impfungen geraten hatte.

Die ganze Geschichte zieht einen Riesenrattenschwanz nach sich wie Meldung an das Gesundheitsamt, Labortests, Abstriche. Die Kontaktpersonen müssen beraten werden, zum Glück war sie nicht in unserer Praxis gewesen. Riegelimpfungen durchgeführt etc.

Bleibt zu hoffen, dass sich keine Komplikationen entwickeln und es für die Patientin nochmal gut ausgeht, bleibt auch zu hoffen, dass sie nicht ihren abwehrgeschwächten Vater und die schwangere Nachbarin angesteckt hat.

Wünschen würde ich mir, dass die Impfraten gerade bei solch potentiell sehr gefährlichen Krankheiten besser wären. Ein „Herdenschutz“ hätte dieser Patientin geholfen, am besten natürlich die eigene Impfung. Insbesondere halte ich es für unserer soziale Verantwortung, diejenigen zu impfen, die man impfen kann, um auch die zu schützen, die man nicht impfen kann und für die die Erkrankungen tödlich sein können.

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