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Heute war wieder eine da. Das war eine junge Kanadierin, die gerade nach Deutschland mit ihrer Familie gezogen ist. Sie sprach nur Englisch.

Sie wurde aus einer anderen Praxis geschickt, vom Frauenarzt, wo sie zuerst gewesen ist. Die Helferinnen dort hatten beschlossen, dass das nichts für sie ist, da die Frau Schmerzen beim Atmen und Fieber als Symptome angab.

Ich frage sie also in bestem Schulenglisch, was ihr denn fehle und sie sagt: „I have mastitis!“. Zugegeben es schoss aus ihr heraus und klar war nur das „..titits“ zu verstehen, trotzdem klang es wie Brustdrüsenentzündung. Also frage ich noch einmal nach und lasse mir dann zeigen, wo es ihr weh tut. Ganz klar eine Mastitis, das jüngste Kind wird noch gestillt und sie hat das auch schon einmal gehabt.

Eigentlich also ein Fall für den Frauenarzt….aber ich will die arme Frau ja nicht schon wieder herumschicken.

Ein Anruf beim Frauenarzt klärte die Sache. Es waren wohl geringe Sprachkenntnisse vorhanden und man hatte „breath“ statt „breast“ verstanden. Bei Atemschwierigkeiten und Fieber wurde am Empfangstresen eine Erkältung diagnostiziert und dann schnell weiter zum Hausarzt……

Ein passendes Antibiotikum und Quarkumschläge (schwer zu erklären, da es eigentlich keinen Quark in Kanada und USA gibt), dann konnte die Frau erst mal wieder nach Hause.

(Quark—curd cheese, Quelle: http://www.leo.org)

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